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01.06.2008
IGE 3h Enduro in Venusberg
 
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Nachdem ich bzw. unser Team bei Clubmeisterschaften in Culitzsch und vielen Trainings in Langensteinbach dabei waren, hatte ich mich nun dazu entschlossen bei meinem ersten 3 Stunden Enduro zu starten.
Im Prinzip wüßte ich schon auf was ich mich da einließ, aber wie hart es wirklich wird, konnte ich noch nicht abschätzen. Zumal meine Fitness zu dem Zeitpunkt auch nicht die Beste war.

Ich hatte schon gehört, dass Venusberg eine recht anspruchsvolle Strecke sein mußte. Aber dies schreckte mich nicht wirklich ab. Ganz nach dem Motto: "Wenn schon, dann richtig."

Zum Sonntag wurde mit etwa 6Uhr natürlich viel zu früh aufgestanden, aber es mußten ein schon paar km bis in das Erzgebirge abgespult werden. Und vor Nennungsschluß, der bei etwa 12Uhr stand, wollte ich mir die Strecke ansehen. Denn ich war mir noch nicht ganz sicher, ob ich überhaupt Starten wollte.
Aber nach einem Rundgang um die Strecke stand fest, das ist schaffbar.

Die Zeit bis zum Start (14:30 Uhr) wurde hauptsächlich zur Entspannung und zum sammeln der Kräfte genutzt. Der Schafmangel sollte sich nicht mehr als nötig auf das Rennen auswirken.

Der Start erfolgte dann in mehreren Gruppen (etwa 15), die im 1 Minuten-Abstand starteten.
Um das Feld etwas in die Länge zu ziehen, ging es zuerst durch ein Labyrinth, dass auf einem Feld abgesteckt wurde. Dieser Bereich war noch relativ leicht zu fahren. Aber ich merkte schon hier den Vorteil der YZ-Gabel (schluckt Bodenwellen gut weg) und den großen Nachteil des original Federbeins mit Höherlegung (minimales Federkomfort, viel zu hart).

Über ein kurzes trailartiges Verbindungsstück wurde auf einen Teil der Motocross-Strecke (etwa die Halfte der Strecke) geleitet.
Direkt nach verlassen der Strecke ging die Streckenführung in eine Senke mit einem kurzen steinigen Hang und einer Spitzkehre.
Dieser Abschnitt wäre kein Problem gewesen, wenn es am Vortag nicht gehangelt hätte. Denn nun stand das Wasser mindestens 20cm hoch und der Schlamm stellte für den TW-Reifen (Cheng Shin C914) ein kaum überwindbares Problem dar, da die schmalen Zwischenräume zwischen den Stollen schnell zugesetzt waren. Desweiteren bildeten das Wasser und der Schlamm zusammen mit der steinigen eine sehr ungünstige Kombination -> sehr schmierig.
Im ersten Anlauf schaffte ich es nur zu hälfte und im zweiten noch weniger. Nach gutem zureden zu einem Streckenposten durfte ich diese kurze Sektion auslassen.

Nach einem weiteren Verbindungsstück am Wald entlang führte die Strecke in den "Steinbruch".
Ein Fahrer mit Trial Erfahrungen hatte da die perfekten Voraussetzungen, denn es war dort sehr eng.
In dem Bereich kam ich recht gut zurecht, da dort die Motorleistung kaum eine Rolle spielte. Nur war des ziemlich Kräfte raubend, einige tiefe Bodenwellen machten mir zu schaffen.

Von dort aus ging die Streckenführung wieder auf die Motocross Strecke. Das nutze ich als Chance zum ausruhen.

Um zur Zeitnahme zu kommen ging es u.a. über einen recht einfach wirkenden Hang. Allerdings war ich in meiner ersten Runde etwas zu schnell, erwischte 2 unterschiedliche Spurrinnen, Stürzte sehr unsanft und knallte mit dem Helm auf den Lenker.
Ich hob die Maschine wieder an, fuhr ein paar Meter zurück und schaffte den Hang mit anschließender Abfahrt problemlos.

Angekommen in der Box, legte ich eine ausgedehnte Pause ein.

In der zweiten Runde ließ ich es etwas ruhiger angehen. Aller Stürzte ich im Steinbuch. Bei einer tiefen Bodenwelle hatte ich mein Gewicht zu weit nach hinten verlagert, dadurch wurde die Gabel schnell hochgedrückt und meine TW spang regelrecht weg, dabei wurde ich abgeworfen und landete aus einem knappen Meter höhe mit dem Oberschenkel auf einer Steinplatte. Unter leichten Schmerzen bin ich die Runde zu Ende gefahren.

Daraufhin wurde in der Box wieder eine Pause eingelegt.

Nach ein paar Minuten in der Box ging es in Runde 3 und mich hatte es wieder im Steinbruch erwischt.
Mitten in einer Auffahrt ist mir die Kette vom Kettenrad gesprungen. Da mir das beim Fahrrad auch schon des öfteren passierte, wendete ich die selbe Technik an: Kette auf das Kettenrad auflegen und rückwärts rollen.

Nachdem ich wieder in der Box ankam, beendete ich somit nach 3 Runden das Rennen.
Ich hätte zwar noch eine Runde fahren können, aber ich wollte in meinem ersten Hardcore Einsatz nichts unnötiges riskieren.


Damit war mein Fazit:
Vorallem wegen der mangelden Fitness und der kraftraubenden Streckencharakteristik war dieses Rennen die absolute Hölle.
ABER ich nehme die Strecke jederzeit wieder gerne unter die Räder.
Venusberg 2009? JA, ich bin dabei.
 

 
 
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